Besonderheiten der Kultur

Die jeweilige Kultur eines Landes zeigt immer viel von der Geschichte. In Afrika sind die kulturellen Einflüsse besonders vielfältig, denn der Kontinent verfügt über eine sehr bewegte Geschichte, die keinesfalls immer positiv für die Einwohner war wie man aus dem Geschichtsunterricht weiß. Allein schon die Amtssprache des Landes Simbabwe, nämlich Englisch, gibt Hinweise auf Einflüsse.

Das Land wird noch heute stark von seiner kolonialen Vergangenheit geprägt. Großbritannien nimmt noch immer starken Einfluss auf die Sprache des Landes, das Schulwesen und auch die Traditionen, die neben den alten afrikanischen bestehen. Das Erbe aus der Kolonialzeit hat die Regierung Simbabwes sehr bewusst angenommen und auch übernommen. Ein wichtiger Hintergrund liegt in der Prägung der jungen Simbabwer, die an westlichen und besonders an britischen Universitäten so problemlosen Zugang ohne große Hürden haben sollen.

Das koloniale Relikt wurde allerdings gerade in der Jugend zeitweise stark abgelehnt und teilweise sogar intensiv bekämpft und dies ist auch heute noch in teilweise großem Ausmaß der Fall. An die Stelle der kolonialen Traditionen soll nach Meinung der jungen und aufständischen Simbabwer eher die Tradition des Landes gestellt werden. Eine simbabwische kulturelle Identität ist von diesen Gegnern des Erhaltes der kolonialen Relikte stark erwünscht. Ein wichtiger Einschnitt besteht darin, dass die Abschaffung der in Großbritannien international anerkannten Schulabschlüsse im Jahr 2003 erreicht wurde.

Lediglich ein sehr kleiner Teil von rund 20.000 größtenteils weißen Einwohnern Simbabwes orientiert sich heute noch konsequent an der westlichen angelsächsischen Kultur, während die schwarze Bevölkerung sich inzwischen vermehrt an afrikanischen Traditionen orientiert.