Essen & Trinken

Interessant ist die jeweilige Küche eines Landes, denn diese zeugt sowohl von der Kultur des Landes als auch vom geschichtlichen Hintergrund. Viele Einflüsse machen sich in der landestypischen Küche breit und werden dann in den folgenden Generationen übernommen. Die Küche eines Landes ist einer der aussagekräftigsten Aspekte, um das bereiste Land auch wirklich kennenlernen zu können. Empfehlenswert ist, sich wenigstens versuchsweise auf die fremde Küche einzulassen.

In Simbabwe, das früher Rhodesien hieß, kann man in der Küche noch viel von der Kolonialzeit spüren, als englische Herren ihre Essgewohnheiten mitbrachten und so die Landesküche langfristig prägten. Die englischen Einflüsse der Küche wurden in Simbabwe dann bis heute übrigens mit der typisch schwarzafrikanischen Küche kombiniert. Das Ergebnis ist dann für den europäischen Geschmack eine eher langweilige und geschmacklich recht fade Küche. Verstärkt wird dies noch durch die häufigen Dürren im Land, die Ernten gering ausfallen lassen, sowie durch die Armut, die in Simbabwe herrscht und sich auch in der Küche niederschlägt.

Die Basis der Küche Simbabwes bildet der Mais. Aus diesem wird der sogenannte Sadza, ein dicker und fester Brei, gekocht. Um diesen Sadza geschmacklich aufzupeppen, wird er mit einem Dip oder einer dick angekochten Soße serviert. Wenn Gemüse und Fleisch, vor allem Geflügel und Schweinefleisch, nicht selten aber auch Krokodil-, Kudu- oder Impalafleisch, vorhanden sind, ergänzen diese den Maisbrei. Auch Hirse, Kürbis und Maniok werden gegessen. Bananen, Äpfel, Zitrusfrüchte, Mangos, Pfirsiche Erdbeeren und Makadamianüsse sind eher für den Export bestimmt.